Kolpingjugend Diözesanverband Limburg

Map my City

Meldung vom 30.06.16

Am 18. Juni erkundeten 7 Kolpingjugendliche und KFJ-ler in Kooperation mit dem BDKJ Limburg aus einer ganz anderen Sichtweise: im Rollstuhl, blind oder als Begleitperson. Der Tag startete mit einer philosophischen Einheit des selbst gehbehinderten Bernd, der sehr deutlich Behinderungen aus Sicht des Eingeschränkten selbst und aus der Sicht Außenstehender beleuchtete. Der sehr selbstreflektierte Referent versprach uns nicht umsonst, dass wir am Ende des Tages eine ganz andere Sichtweise auf Behinderungen haben würden. Nach einem kurzen Mittagssnack stürzten wir uns dann mit Rollstühlen und Blindenbinden in das alltägliche Abenteuer: hohe Bordsteinkanten und grobes Kopfsteinpflaster, die uns an unsere Grenzen brachten, beengte Gefühle in Aufzügen und Läden und völlig unterschiedliche Reaktionen der Menschen von Nicht-Beachtung über Angst und Ablehnung bis hin zu Bewunderung, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Für die „Blinden“ unter uns wurden vor allem laute Geräusche, die die Orientierung erschwerten, zum Verhängnis. Begleitet wurden wir von Radio und Presse, die die spannendsten, aber auch frustrierendsten Momente festhielten. Am Ende des Tages trugen wir auf wheelmap.org ein, welche Orte wie behindertengerecht waren. Was als Fazit bei uns hängen blieb: Gehbehinderte und Blinde brauchen viel Geduld mit Mitmenschen und Hindernissen, Ausdauer und Geschick sowie eine offene Art, aber ganz bestimmt nicht unser Mitleid und übertriebene Hilfsbereitschaft!


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