Kolpingjugend Diözesanverband Limburg

Gemeinsam gegen die Angst!

Meldung vom 20.10.16

Gemeinsam gegen die Angst!

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kam es in der gesamten Welt immer wieder zu Anschlägen: Ob in der Türkei, dem Jemen oder Frankreich, die Nachrichten, die uns über bekannte Medien und soziale Netzwerke erreichen, erschüttern uns jedes Mal aufs Neue. Ganz oben auf der Liste der Täter stehen die islamistischen Terrororganisationen Al-Qaida und Islamischer Staat (IS). Ziel der beiden Organisationen ist es, dafür zu sorgen, dass der Islam die ihm zustehende Rolle in der Welt erfüllen kann und die muslimische Gesellschaft nicht von politischen sowie kulturellen Einflüssen aus dem Westen unterwandert wird. Dabei greifen sie zu immer härteren Mitteln.

Doch es sind nicht nur die Terroranschläge an sich, die uns Sorgen bereiten. Auch die Angst der Menschen vor dem Unbekannten stellt ein Problem dar. Dies wird auch in der Flüchtlingskrise deutlich: Statt sich in die Lage der Geflüchteten hineinzuversetzen und sie mit offenen Armen zu empfangen, wird die Angst, unter den Geflüchteten könnten sich Terroristen befinden, in den Herzen der Menschen geschürt. Dabei sind die Geflüchteten, insbesondere die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge mit ihrer Hilf- und Rastlosigkeit, Zielscheiben des IS und der Al-Qaida – genau wie wir.

Deshalb verurteilen wir, die Kolpingjugend im DV Limburg, nicht nur die Terroranschläge und diese Art, seine Religion zu einer vorherrschenden Weltreligion zu erheben, aufs Schärfste. Wir verurteilen auch die Hetze gegen Flüchtlinge und Menschen anderer Religionen und die damit zusammenhängende Verbreitung von Angst. Wir fordern die Menschen – egal welchen Geschlechts, welcher Religion und welcher Herkunft – zu mehr Toleranz und einem gemeinsamen Miteinander auf.

Dabei helfen soll uns die Veranstaltung „Auf DU mit dem Islam“, die in Kooperation mit dem BDKJ (Bund der Deutschen katholischen Jugend) und dem KBW (Kolping Bildungswerk) am 26. November 2016 in Frankfurt stattfindet. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen für Toleranz und gegen die Angst vor dem Unbekannten. Wir werden jungen Geflüchteten die christliche Tradition des Advents und des Plätzchenbackens näher bringen und in einen interkulturellen Austausch kommen, um Fragen zu klären und Ängste abzubauen. Darüber hinaus werden wir uns in einem Studienteil theoretisch mit dem Islam beschäftigen und unsere eigenen Stereotype, Vorurteile und Fragen reflektieren.

Es ist ein Anfang, diese Welt ein kleines bisschen besser zu machen und sie für künftige Generationen zu sichern. Gemäß unserem Gründervater Adolph Kolping, der einmal sagte

„Was man im Großen nicht kann,

soll man im Kleinen nicht unversucht lassen“,

hoffen wir auf viel Beachtung und Zuspruch für diese Veranstaltung und freuen uns auf viele Teilnehmer.


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