Kolpingjugend Diözesanverband Limburg

Ostern

Meldung vom 15.04.17

Das Osterevangelium berichtet davon, dass Frauen mit wohlriechenden Salben, zum Grab Jesu gehen, um ihn einzubalsamieren. Sie wollen das Bild, das sie von Jesus haben, wie eine leblose Mumie festhalten. Aber Jesus lässt sich nicht einbalsamieren. – „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“.

Manchmal suchen auch wir das Leben eher bei den Toten. Wir balsamieren die Dinge ein: Unsere Meinung, unsere Sicht der Dinge, von der wir so überzeugt sind.

Aber die Entwicklung – das Leben – lässt sich nicht einbalsamieren, es will weiter wachsen.

Auch unsre Kirche zeigt sich oft als Spezialistin für Einbalsamierungen und begründet zu vieles mit den wohlriechenden Salben der Tradition. Aber auch Kirche lässt sich nicht einbalsamieren - und manchmal bricht Auferstehung in ihr durch, fällt Verkrustetes ab, wird Lebendigkeit sichtbar. Papst Franziskus macht es uns gerade vor!

Wenn sich das Leben neue Bahn bricht, dann geschieht es fast immer im Stillen und Verborgenen. Erst später erkennen die Frauen und die Jünger, dass es schon am Ostermorgen – drei Tage nach dem Karfreitag – keinen Grund mehr zur Trauer gab, dass es ein neues Leben gibt.

Ostern heißt neues Aufbrechen und Lebendigkeit. Wir haben die Wahl, unsere Gesellschaft und unsere Kirche so zu gestalten, dass das auch nach außen sichtbar wird!

 

Uwe Michler, BDKJ Präses

© jugendfotos.de, Niklas Bartels


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