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Challenge: Kronkorken

Challenge: Kronkorken
Challenge: Kronkorken
© Kolpingjugend DV Limburg

Die Aktion

Liebe Kolpinggeschwister,
die Adventszeit naht und mit ihr die Zeit, sich fernab von Stress gemeinsam mit Freund*innen und Familie zu besinnen. „Besinnen“ bedeutet so viel wie „innere Einkehr“ oder „von einer nachdenklichen Haltung“1. Zum Nachdenken anregen möchten wir euch auch mit der Challenge, die wir uns zur Adventszeit ausgedacht haben.
Wir möchten euch dazu aufrufen, die Kronkorken der bei der nächsten geselligen Runde getrunkenen Getränke nicht wegzuwerfen, sondern zu sammeln. Gemeinsam als Kolpingsfamilie habt ihr hierfür vom 28. November bis zum 19. Dezember 2021 Zeit. Begleitet und unterstützt wird unsere Challenge mit Impulsen der AG Schöpfungsbewahrung des Kolpingwerkes, die auf Homepage, Facebook und Instagram veröffentlicht werden (siehe ganz unten). Zum Abschluss der Challenge schickt ihr uns ein Foto des Gewichts der Kronkorken an kolpingjugend@kolpingwerk-limburg.de und info@kolpingwerk-limburg.de. Wer die meisten Kronkorken gesammelt hat, darf sich über eine nachhaltige Überraschung freuen!

Besinnt euch.

Aber schnödes Sammeln kann ja jede*r. Setzt euch während der Challenge mit den unterschiedlichsten Themen auseinander:

  • Wie werden Kronkorken eigentlich hergestellt und wie kommen sie auf die Flasche?
  • Wenn wir sie wegwerfen, was passiert mit ihnen?
  • Werden sie recycelt?
  • Wo können wir die gesammelten Kronkorken eigentlich abgeben?
  • Ist ein örtlicher Wertstoffhof in der Nähe?
  • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen gelbem Sack und Wertstoffhof?
  • Gibt es Sammelboxen von verschiedenen Institutionen, die die Kronkorken weiterverwerten?

Gestaltet die Kronkorken

Wer die Kronkorken nicht einfach wegwerfen, sondern mit ihnen noch etwas zu Weihnachten basteln möchte, kann lustige Schneemänner*frauen oder Elche oder Teelichter daraus anfertigen.

Lustige Schneemänner*frauen oder Elche

Ihr braucht:

  • Kronkorken
  • Acrylfarbe in weiß und braun
  • Pinsel
  • Wackelaugen
  • Oranges, schwarzes, braunes Tonpapier
  • Kleber
  • Schere
  • schwarzen Faserstift
  • Holzstäbe
  • Wolle

So geht’s:

  1. Malt die Kronkorken für die Schneemänner*frauen weiß und für die Elche braun an. Lasst die Farbe trocknen. Je Schneemann*frau und Elch braucht ihr drei Kronkorken.
  2. Schneidet in der Zwischenzeit aus dem Tonpapier orange Nasen und schwarze Hüte aus. Für jeden Schneemann*frau reicht jeweils ein Exemplar. Für den Elch schneidet ihr aus braunem Tonpapier ein Geweih aus. Zeichnet euch die Formen am besten zuerst mit Bleistift vor.
  3. Nun klebt ihr die Wackelaugen, Nasen und Hüte auf die Kronkorken. Das Geweih für die Elche wird auf der Rückseite befestigt.
  4. Für eine Schneefrau wickelt ihr aus einem Stück Wolle eine Schleife anstelle des Huts.
  5. Verziert anschließend die restlichen Kronkorken mit dem Faserstift. Malt dazu, was euch gefällt.
  6. Zuletzt klebt ihr die Kronkorken für jede Figur jeweils untereinander auf einen langen, dünnen Holzstab.

Wem das zu aufwendig ist, kann auch einfach einen Docht in die Kronkorken legen, altes Kerzenwachs hineingießen und hat ein tolles Teelicht zu Weihnachten.

Viel Freude dabei

Wir wünschen euch viel Spaß beim Sammeln, Ausprobieren und Besinnlich-sein!

Eure
TUG „Nachhaltiger Konsum“ der Kolpingjugend

begleitende Impulse der AG Schöpfungsbewahrung des KW

Hier wird an jedem Adventswochenende ein weiterer Impuls veröffentlicht.

© pixabay.com, hbieser

Heute fängt sie an, die besinnliche Adventszeit. Mit ihr beginnt auch die Kronkorkenchallenge der TUG (Themenbezogene Untergruppe) „Nachhaltiger Konsum“ unserer Kolpingjugend.  

Während der Challenge seid ihr dazu aufgerufen, euch mit Themen rund um Kronkorken und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Unsere Impulse sollen euch dabei helfen. 

Nehmt einmal einen Kronkorken in die Hand und schließt die Augen. Befühlt die Oberfläche des Kronkorkens. Wie fühlt sie sich an? Könnt ihr das darauf gedruckte Logo erfühlen? Fühlt ihr Gebrauchsspuren, die Stelle, an der ihr den Flaschenöffner angesetzt habt? Dann befühlt das Innere des Kronkorkens. Hat der Kronkorken eine Dichtung, die ihr erfühlen könnt? Wie fühlt sich der Kronkorken insgesamt an? Liegt er schwer in eurer Hand oder ist er eher leicht? Ist er warm oder kalt?  

Nun befühlt einmal mit euren Fingern den Rand des Kronkorkens. Fühlt ihr die Zacken? Sind sie scharf oder schon abgenutzt? Wie viele Zacken zählt ihr? Wusstet ihr, dass ein Kronkoren ursprünglich einmal 24 Zacken hatte? Das sind genauso viele Türchen wie ein Adventskalender hat, der uns die besinnliche Zeit bis Heiligabend versüßt. Wie viele Zacken hat der Kronkorken in eurer Hand? Warum sind es weniger als 24 Zacken? Denkt einmal darüber nach und informiert euch. 

Wir wünschen euch viel Spaß bei der Challenge und eine gesegnete Adventszeit!   

© pixabay.com, _Alicja_

Fünf Türchen am Adventskalender sind schon geöffnet, und wir zünden heute die zweite Kerze an. Wir zählen Tage und Wochen in dieser Adventszeit. Mit den fortschreitenden Zahlen wachsen Spannung und Vorfreude auf das Weihnachtsfest. 

Ich möchte nach dem Impuls zum ersten Advent einen Bogen von den Kronkorken mit seinen 21 bzw. 24 Zacken (gerne nachlesen, was es damit auf sich hat. Der Impuls steht oben drüber) zur Bedeutung von Zahlen schlagen - zu Zahlen, die uns in unserem Glauben und in der Bibel immer wieder begegnen und uns etwas sagen wollen. Es lohnt sich, einmal über die Bedeutung dieser Zahlen nachzudenken. 

Die Zahl 21 setzt sich aus 3 x 7 zusammen und die Zahl 7 aus 3 + 4. 

Die Drei ist die Zahl der Vollständigkeit: 

Aller guten Dinge sind drei, sagt ein altes Sprichwort. 
Der dreieinige Gott. 
Christus ist am dritten Tag auferstanden. 
Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind … sagt Jesus. 

Die Vier ist die Zahl der Ordnung: 

Es gibt vier Himmelsrichtungen – die vier Elemente Feuer, Wasser …. 
Es gibt vier Evangelisten. 
und vier Kardinaltugenden – Gerechtigkeit, Mäßigung, Tapferkeit und Klugheit. 

Die Sieben steht für die Vollkommenheit – als Summe aus drei und vier: 

Die Welt wurde an sieben Tagen erschaffen. 

Drei mal vier gibt Zwölf: 

Zwölf Stunden hat der Tag und zwölf Stunden hat die Nacht (naja, im Durchschnitt). 
Zwölf Monate hat das Jahr. 
Und es gibt die zwölf Apostel. 

Was können wir mit diesen Zahlen anfangen? Vollständig sein könnte man auch übersetzen mit: ganz oder heil sein. Eine Ordnung gibt Halt und Orientierung. Wenn ich mit mir im Reinen bin und mich durch eine höhere Ordnung getragen und geführt weiß – vielleicht ist das gemeint, wenn in der Bibel steht: seid vollkommen (Mt 5, 48). 

Wir wünschen Euch einen schönen zweiten Advent und eine gute Zeit bis Weihnachten. 

Peter Allert (KF Kiedrich)

© pixabay.com, RitaE

Auch wenn man es vor lauter Jahresendrummel und Lichterglanz kaum noch vermutet, der Advent ist ja eigentlich als eine Buß- und Fastenzeit in der Vorbereitung auf Weihnachten gedacht. Da ist viel von warten, wachsam sein und Umkehr die Rede, und nun auf einmal Gaudete – freut euch? Dieser dritte Adventssonntag fällt echt aus der Reihe. Gut, wenn man zwischen all den Ermahnungen einmal daran erinnert wird, dass der Sinn und Zweck der ganzen Vorbereitung ja ein Riesenglück ist: Gott wird Mensch. Wir bedeuten ihm so viel, dass er in unsere Haut schlüpft. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Also Freuen ist heute dran. Ich finde, besonders viel Freude macht es, wenn man etwas ausprobiert - und es gelingt, möglicherweise auch erst nach Fehlversuchen. Aber dann ist die Freude umso größer, daher nicht gleich aufgeben.

So langsam muss ich jetzt die Kurve zu den Kronkorken kriegen, also: es hat ja seine Vorteile, dass es sie gibt. So wie auch die großen Geschwister der Kronkorken aus der Weißblechfamilie: Twist-off-Deckel und Dosen. Sie halten unsere Nahrungsmittel genießbar und sorgen dafür, dass Getränke, Marmelade und Konserven noch lange nach der Ernte und Verarbeitung gut schmecken. Auch im Winter können wir noch die Früchte des Sommers genießen, sonst wäre im Advent wirklich Schmalhans Küchenmeister (Ok, inzwischen kann man das Zeug auch von der Südhalbkugel frisch einfliegen lassen, aber zu welchem ökologischen Preis?).

Kronkorken, Deckel und Dosen bestehen aus Blech, einer Zinn- oder Chrombeschichtung, Dichtungen und dazu noch bunten Lackfarben für die Optik sowie Kunststoffbeschichtungen gegen störenden Blechgeschmack. Sie sind zwar recyclingfähig, aber nicht ganz ohne ökologischen Fußabdruck. Also Optimierungspotential.

Das ist die Stunde der DIY-Fans. Selbermachen ist in. Mit etwas Zubehör und leicht erhältlichem Material aus dem Handel oder auch einfach aus der umliegenden Natur kann man in der eigenen Küche Bier brauen, Senfkreationen erfinden, leckere Marmeladen zaubern und Eingemachtes herstellen. Das Know-How bekommt man aus dem Internet oder von der Oma. Die dabei benötigten Flaschen und Gläser mit Deckel kann man wiederverwenden. Oder man nimmt die guten alten Einweckgläser mit vielfach verwendbaren Gummiringen. Mit etwas Fantasie, Zeit und Geduld (manches muss noch etwas reifen) kommt Gutes dabei heraus, das man selbst genießen oder mit etwas netter Dekoration verschenken kann.

Was hebt die Stimmung mehr? Eine Dose aus dem Supermarkt oder ein Glas mit eingemachten Früchten, die man eigenhändig vor dem Vergammeln gerettet hat?

Hiltrud Bibo (KF Kiedrich)

© Hermann-Josef Bode
  • Rom,          Mai 2015:     Enzyklika Laudato Si (LS)
  • New York, Sep. 2015:    Globale Agenda für nachhaltige Entwicklung - Agenda 2030 -
  • Paris,          Dez. 2015:    Nachfolgeabkommen für internationalen Klimaschutz
  • Karlsruhe  April 2021:    Urteil Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutzgesetz

LS: „Unsere Schwester, Mutter Erde, … schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat.“

Die Sorge um unsere Mitwelt – unser Gemeinsames Haus – lässt sich nicht vertagen!

Laut der Schöpfungsberichte ist es unser alle Auftrag dem Willen Gottes entsprechend die Schöpfung zu bewahren. Und Gott verheißt uns, dass es gut wird. Davon, dass Menschen, die sich vom Glauben und der Hoffnung in diese gute Zukunft tragen lassen, "selig" gepriesen werden. Wir tragen unsere Möglichkeiten in uns, wie eine Mutter ihr Kind. Wir müssen sie in die Welt tragen. Und wenn wir darauf vertrauen, dass dieses Tun gesegnet wird, können wir auch zuversichtlich in die Zukunft schauen.

 

Im Juni 2021 haben wir auf der DV Ökologische Leitlinien beschlossenen, und da ist am Ende zu lesen: „Wir alle können in unserem Umfeld etwas tun, mit gutem Beispiel vorangehen und eine Veränderung bewirken und Adolph Kolping zitiert: Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird´s bald in der Welt auch besser aussehen.“

 

Kolping kann Wandel in Bewegung setzen –       Die Kronkorkenchallenge ist ein Beispiel

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein Ziel

 

Seit sechs Jahren drängt Papst Franziskus mit der Enzyklika Laudato si darauf, die wissenschaftlichen Ergebnisse mit der Intelligenz des Herzens zu lesen und zu bewerten und aufgrund dieser Bewertung sowohl den eigenen Lebensstil zu verändern als auch sich in die Politik einzumischen.

Es passiert nur etwas, wenn wir unser Herz in die Hand nehmen, alle Bedenken und die Trägheit hinter uns lassen und mutig Veränderung wagen.

  

„Wer die Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfand geben.“

                                                                                                          Adolph Kolping

 

Hermann-Josef Bode, mit Unterstützung AG Schöpfungsverantwortung, Kolpingwerk DV Limburg

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