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Junge Menschen in Hessen haben gewählt

Junge Menschen in Hessen haben gewählt
Junge Menschen in Hessen haben gewählt

Die endgültigen Ergebnisse der U18-Europawahl 2019 stehen seit Montagmittag fest. Hessenweit haben über 2.200 Kinder und Jugendliche in rund 30 Wahllokalen ihre Stimmen abgegeben. Deutschlandweit haben insgesamt mehr als 118.000 junge Menschen unter 18 Jahren in knapp 1.200 Wahllokalen gewählt.


Bündnis 90/Die Grünen erhielten in Hessen mit großem Abstand die meisten der Stimmen, sie bekamen 40,7 Prozent der Stimmen. Es folgen die CDU mit 13,3 Prozent, die SPD mit 11,2 Prozent und die FDP mit 6,4 Prozent der Stimmen. Die AfD kam auf 4,4, die PARTEI auf 4,3, DIE LINKE auf 4,2 und die Tierschutzpartei auf 3,6 Prozent der Stimmen. „Mit ihrer Stimmabgabe machen junge Menschen deutlich, dass sie in der Lage sind, politische Entscheidungen zu treffen und sich mit den Themen zur Europawahl auseinandersetzen. Dabei spielten für diese U18-Wahl bei den jungen Wähler*innen besonders die Themen Klimawandel, Kinder- und Menschenrechte sowie ein offenes Europa eine wichtige Rolle.“ so Mario Machalett, Vorsitzender des Hessischen Jugendrings.
Bei der U18-Europawahl diskutierten bundesweit Kinder und Jugendliche über die Positionen und Programme der zur Wahl stehenden Parteien. Die Zahl der Wähler*innen ist deutschlandweit im Vergleich zur Wahl 2014 von ca. 37.000 auf mehr als 118.000 angestiegen und auch die Anzahl der Wahllokale hat sich im Vergleich zur Europawahl 2014 von ca. 400 auf fast 1.200 erhöht. „Dies ist ein positives Zeichen und zeigt, dass sich junge Menschen für Politik interessieren und an politischen Entscheidungen beteiligt werden wollen.“, erklärt Machalett weiter. Auch wenn die Stimmen der unter 18-Jährigen nicht für die Europawahl zählen, ist die U18-Wahl ein wichtiges Instrument der politischen Bildung, welches das Interesse für Politik bei jungen Menschen gezielt fördert.
„Wenn wir die aktuelle gesellschaftliche Situation bewerten, wird deutlich, dass es mehr politische Bildung, Demokratieförderung und Partizipation braucht. Um dabei die Partizipation von jungen Menschen zu stärken, ist es wichtig, über eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre nachzudenken.“, unterstreicht Machalett.


Die Auswertung der Ergebnisse wurde live in der U18-Wahlsendung im Netz übertragen. Nähere Informationen zum Thema auf www.u18.org.
Landeskoordinierungsstelle der U18-Wahl in Hessen war erneut der Hessische Jugendring. Jugendverbände, Schulen und Jugendzentren hatten sich mit dem Einrichten von Wahllokalen beteiligt.

Getragen und organisiert wird die U18-Wahl vom Deutschen Kinderhilfswerk, vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR), den Landesjugendringen, Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk. Die Koordination liegt beim DBJR. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Bundeszentrale für Politische Bildung gefördert.

Hessischer Jugendring

Im Hessischen Jugendring haben sich 31 landesweit aktive Jugendorganisationen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Alle relevanten Jugendorganisationen sind vertreten: So unterschiedlich die Verbandsprofile und Inhalte sind – wichtig ist uns, sich auf gemeinsame Positionen zu verständigen und im Sinne von Kindern und Jugendlichen mit einer Stimme zu sprechen. Über eine Million Kinder und Jugendliche in Hessen sind Mitglied in Jugendorganisationen und -verbänden. Mehr als 75.000 junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig in der Kinder- und Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche entscheiden selbst, wie sie arbeiten, welche Themen sie angehen und was wann und wo geschieht (Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbstorganisation).

Pressekontakt

Sophie Barth
Referentin für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit


0611 988 735-14
barth@hessischer-jugendring.de


Hessischer Jugendring
Schiersteiner Straße 31-33
65187 Wiesbaden www.hessischer-jugendring.de