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Adolph Kolping

Unser Gründervater im Portrait
Adolph Kolping
Adolph Kolping

Adolph Kolping, ein Mann der begeistert

Benannt sind wir nach unserem Gründer Adolph Kolping.

Seine Ideen bestimmen unser Handeln!

Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen und wuchs zusammen mit vier Geschwistern in einem religiös geprägten Elternhaus auf. Im Alter von 13 Jahren begann er auf Wunsch seiner Eltern eine Lehre als Schuhmacher. Nach seiner Ausbildung folgten die traditionellen Wanderjahre; er war in verschiedenen Orten im Umkreis von Köln tätig, bis er mit 18 Jahren schließlich direkt in Köln zu arbeiten begann.

Auf seiner Wanderschaft lernte er die soziale Not der Handwerksgesellen kennen. Auch in Köln fand er menschenunwürdige Lebensbedingungen vor.

 

Vom Schuhmacher zum katholischen Sozialreformer

Daran wollte Adolph Kolping etwas ändern: Da er sehr religiös war, beschloss er, Priester zu werden und so zu helfen. Mit 23 Jahren ging er dann aufs Gymnasium, holte das Abitur nach und studierte anschließend Theologie und Philosophie in München, Bonn und Köln. Im Alter von 31 Jahren wurde er in der Minoritenkirche in Köln zum Priester geweiht.

Seine erste Stelle als Kaplan und Religionslehrer führte ihn nach Elberfeld bei Wuppertal. Er traf hier auf die gleiche soziale Situation wie in Köln. Die Industriearbeiter litten unter großer Not, sklavischer Ausbeutung und allgemeiner Verelendung. In Elberfeld lernte er den von dem Lehrer Johann Gregor Breuer gegründeten Verein für junge Gesellen kennen, dessen Präses er wurde. Dieser Gesellenverein sollte seinen Mitgliedern, insbesondere in den Wanderjahren fernab der Heimat, soziale Unterstützung, (Weiter-)Bildung, Geselligkeit, sinnvolle Freizeitgestaltung und einen religiösen Halt ermöglichen. In diesem Verein fand Adolph Kolping – auch aufgrund seiner eigenen Erfahrungen als Handwerksgeselle – seine Lebensaufgabe.

 

Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und „Gesellenvater“ 

Er wollte den Wirkungskreis des Gesellenvereins vergrößern, um die Lebenssituation der vielen Gesellen zu verbessern. Die Ausbreitung des Vereins war seiner Meinung nach jedoch nur von einer größeren Stadt aus möglich. Daher bat er um Versetzung nach Köln. Hier gründete er den Kölner Gesellenverein, der durch soziale Unterstützung sowie mit Freizeit- und Bildungsangeboten verhindern sollte, dass unselbständige Handwerker ins Proletariat abrutschen und sich dem Christentum entfremden.

Bei zahlreichen Reisen und durch Publikationen wie z.B. "Der Gesellenverein" (1848/49) machte er auf die wirtschaftliche und seelische Not vieler Menschen aufmerksam und warb für seine Sache. Unermüdlich widmete sich Adolph Kolping der Ausbreitung seines Werkes, also des katholischen Gesellenvereins, besonders auch im Ausland.

 

Vorbild für uns heute

Aufgrund seiner Erfahrung eines erfüllten Familienlebens in seiner Jugend sollten die Gesellenvereine wandernden Handwerkern eine Art Familienersatz sein und einen ähnlichen Halt wie die eigene Familie bieten. Die Gesellenhäuser sollten ein Ort sein, in dem die Handwerker „gewissermaßen ihre Familie, gleichgesinnte und gleichberechtigte Freunde wiederfinden und mit ihnen in inniger freundschaftlicher Weise zusammenleben“.

Auch heute noch ist das Kolpingwerk ganz im Sinne seines Gründers eine sehr an der Familie orientierte Organisation und ein generationenübergreifender Verband.

Adolph Kolping starb am 4. Dezember 1865 in Köln.

Am 27. Oktober 1991 wurde Adolph Kolping in Rom von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Sein Grab befindet sich in der Minoritenkirche in Köln.

 

 

Das Leben Adolph Kolpings in Zahlen

08.12.1813                        Geburt in Kerpen bei Köln

von 1820 bis 1826            Besuch der Volksschule

von 1826 bis 1837            Lehre und Gesellenzeit als Schuhmacher

von 1837 bis 1841            Schüler des Marzellengymnasiums in Köln

von 1841 bis 1842            Studium an der Universität München

von 1842 bis 1844            Studium an der Universtität Bonn

von 1844 bis 1845            Priesterseminar in Köln

13.04.1845                        Priesterweihe in der Minoritenkirche

von 1845 bis 1849            Kaplan und Religionslehrer in Elberfeld

07.1847                             (Zweiter) Präses des 1846 gegründeten Gesellenvereins in Elberfeld

10.04.1849                        Domvikar in Köln

06.05.1849                        Gründung des Kölner Gesellenvereins

01.01.1862                        Rektor der Minoritenkirche

22.04.1862                        Päpstlicher Geheimkämmerer

04.12.1865                        Todestag

30.04.1866                        Überführung der Gebeine in die Minoritenkirche

27.10.1991                        Seligsprechung in Rom